Trockene Haut im Winter: Ursachen, Symptome & die beste Pflege bei extrem trockener, schuppiger Haut
- Lena

- vor 20 Stunden
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Warum trockene Haut im Winter so extrem werden kann
Trockene Haut im Winter ist mehr als nur ein bisschen Spannungsgefühl. Viele Menschen erleben in der kalten Jahreszeit rote, schuppige, rissige oder sogar entzündliche Haut, die brennt, juckt oder schmerzt. Besonders betroffen sind Gesicht, Hände, Lippen und Schienbeine.
Der Grund: Im Winter wird die Haut gleich mehrfach belastet – durch Kälte, trockene Heizungsluft, Wind und falsche Pflege. Die Hautbarriere verliert an Stabilität, Feuchtigkeit entweicht schneller und die Haut kann sich nicht mehr ausreichend selbst schützen.

Typische Symptome von extrem trockener Winterhaut
Trockene Haut im Winter kann sehr unterschiedlich aussehen. Häufige Anzeichen sind:
Spannungsgefühl direkt nach der Reinigung
Raue, schuppige Hautstellen
Brennen oder Jucken
Feine Risse oder entzündete Areale
Make-up setzt sich in Schuppen ab
Bei manchen Menschen wird die Haut im Winter so trocken, dass sie entzündlich reagiert – besonders im Gesicht.
Wenn trockene Haut entzündlich wird: Mögliche Hautbilder
Nicht jede trockene Winterhaut ist „nur“ trocken. Hinter stark geröteter, schuppiger oder empfindlicher Haut können auch andere Hautzustände stecken:
Rosazea
Rosazea verschlechtert sich häufig im Winter. Kälte, Wind und Temperaturschwankungen können zu Rötungen, Brennen und entzündlicher Trockenheit führen.
Atopische Dermatitis (Neurodermitis)
Menschen mit Neurodermitis leiden im Winter oft unter extremer Trockenheit, Juckreiz und Entzündungen, da die Hautbarriere genetisch geschwächt ist.
Seborrhoisches Ekzem
Trockene, schuppige Haut rund um Nase, Augenbrauen oder Stirn kann im Winter stärker auftreten und wird oft mit normaler Trockenheit verwechselt.
Reizreaktionen durch Überpflege
Zu aggressive Reinigung, Peelings oder Wirkstoffe können die Haut zusätzlich austrocknen und entzünden – besonders im Winter.
Warum die Hautbarriere im Winter leidet
Die Hautbarriere besteht aus Lipiden (Fetten), die Feuchtigkeit in der Haut halten. Im Winter passiert Folgendes:
Kalte Luft enthält kaum Feuchtigkeit
Heizungsluft trocknet die Haut zusätzlich aus
Häufiges Waschen entfernt schützende Lipide
Die Talgproduktion ist reduziert
Das Ergebnis: Die Haut verliert Wasser, wird trocken, empfindlich und anfällig für Entzündungen.
Die richtige Pflegeroutine bei trockener Haut im Winter
Morgenroutine bei trockener & empfindlicher Winterhaut
Ziel: Schutz, Feuchtigkeit & Barriere-Stärkung
Sanfte Reinigung (optional) - Morgens reicht oft lauwarmes Wasser oder ein sehr milder Cleanser.→ Vermeide schäumende oder austrocknende Produkte.
Feuchtigkeitsspendendes Serum - Ideal sind Seren mit:
Glycerin
Hyaluronsäure
Panthenol
Tipp: Serum
Reichhaltige Barriereschutz-Creme - Achte auf:
Ceramide
Sheabutter
Squalan
Cholesterin
Tipp: Creme
Sonnenschutz (auch im Winter!)UV-Strahlen schwächen die Hautbarriere zusätzlich – auch bei Kälte.Wähle eine cremige, feuchtigkeitsspendende SPF-Formulierung.
Abendroutine bei trockener & entzündlicher Winterhaut
Ziel: Regeneration, Beruhigung & Reparatur
Milde Reinigung
Entferne Make-up und Schmutz mit:
Reinigungsmilch
Reinigungsöl
Cremigem Cleanser
Beruhigender Toner oder Essence (optional)
Nur wenn gut verträglich. Ohne Alkohol, Duftstoffe oder Menthol.
Pflegendes Serum
Besonders geeignet sind:
Panthenol
Niacinamid (niedrig dosiert)
Hyaluronsäure
Tipp: Serum
Reichhaltige Nachtpflege
Jetzt darf es „fetter“ sein.Inhaltsstoffe wie Ceramide, Pflanzenöle oder Barrierelipide helfen der Haut, sich über Nacht zu regenerieren.
Tipp: Creme
Bei Bedarf: Okklusiver Schutz
Sehr trockene Stellen können punktuell mit einer schützenden Salbe versiegelt werden (z. B. an Wangen oder Nasenflügeln).
Wirksame Inhaltsstoffe gegen trockene Winterhaut
Diese Wirkstoffe helfen nachweislich bei trockener, schuppiger und empfindlicher Haut:
Ceramide – stärken die Hautbarriere
Glycerin – bindet Wasser in der Haut
Hyaluronsäure – spendet Feuchtigkeit
Panthenol – beruhigt & regeneriert
Urea (niedrig dosiert) – feuchtigkeitsbindend
Niacinamid (niedrig dosiert) – barrierestärkend
Was du im Winter besser vermeiden solltest
Heißes Wasser
Alkohol denat.
Häufige Peelings
Stark parfümierte Produkte
Zu viele Wirkstoffe gleichzeitig
Diese Faktoren verschlechtern trockene Winterhaut oft massiv.
Wann du ärztlichen Rat einholen solltest
Wenn deine Haut:
dauerhaft entzündet ist
stark brennt oder schmerzt
nässt oder einreißt
sich trotz Pflege nicht bessert
sollte eine dermatologische Abklärung erfolgen.
Fazit: Trockene Haut im Winter braucht Schutz, Ruhe & Barrierepflege
Trockene Haut im Winter ist oft eine Überlastung der Hautbarriere. Mit einer sanften, angepassten Pflegeroutine, barrierestärkenden Wirkstoffen und weniger Reizen lässt sich selbst extrem trockene, schuppige und entzündliche Haut deutlich beruhigen.
Im Winter gilt: schützen statt fordern.

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